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Das Gebäude


Im Jahr 1970 wurde mit dem Abbruch des alten Semperit Komplexes begonnen. Es setzte eine Planung ein, die zunächst 7 Obergeschoße und 4 Untergeschoße vorsah. Aus baupolizeilichen Gründen wurde leider das 7. Obergeschoß gestrichen und wegen des Grundwassers konnte ein 4. Untergeschoß nicht verwirklicht werden. Zur Errichtung des Hörsaal-Komplexes in den 3 Untergeschoßen stellte die Stadt Wien im Jahr 1972 700 m2 öffentlichen Straßengrund unter der Schottenbastei zur Verfügung. Die Bebauungsfläche beträgt daher unter der Erde 3.200 m2. Auf diese Weise wurde es möglich, im neuen Juristenhaus eine Nettonutzfläche von mehr als 26.000 m2 und ein Raumvolumen von mehr als 120 000 Kubikmetern zu schaffen. Die Planung war auf eine Vermehrung der Hörerzahl von ca. 1.800 um das Drei- bis Vierfache sowie des Personalstandes bis 1980 um etwa 30-40% und der Bücher um das Dreifache von etwa 120.000 auf 360.000 Bände abgestellt. Pro Student sollten mindestens 5 m2 zur Verfügung stehen. Das Haus bietet nunmehr für die Studenten:Dazu kommen noch ca. 1.000 Sitzplätze im Auditorium Maximum und mehrere Arbeitsplätze im Sekretariat der Fachschaft, der ÖH für Juristen.

Im übrigen verfügt das Haus über 14 Arbeitsplätze im Dekanat und mehr als 20 Arbeitsplätze in der Bibliotheksverwaltung.

Den Instituten stehen insgesamt 32 Professoren- und 96 Assistentenzimmer sowie 32 Sekretariatsplätze zur Verfügung. Die Sitzungs- und Aufenthaltszone für den Lehrkörper im Trägergeschoß ist auf ca. 200 Sitzplätze angelegt. Das bedeutet, daß mehr als 85% der Sitzplätze und damit auch des ganzen Hauses den Studenten gewidmet sind. Demgegenüber verfügte die alte Fakultät nur über ca. 4.000 m2 Nutzfläche im alten Gebäude und an die 1.000 m2 in dislozierten und teilweise beengten Instituten. Unterdessen haben die Hörerzahlen die Grenzen der Schätzung des Jahres 1968 überschritten und die Raumenge wird vor allem im Hörsaalbereich bereits schmerzlich spürbar. Die zweite Ausbau- und Erweiterungsphase in Richtung auf das Schottenbastei Gymnasium wäre schon seit geraumer Zeit fällig. Als Übergangslösung wurde für den Bedarf der Fakultät das dem Juridicum gegenüberliegende Haus in der Heßgasse angemietet.

Die Vorzüge des neuen Hauses bestehen nicht nur in einer Raumerweiterung für Studenten, für Personal und für Bücher, sondern auch in der Zeitgemäßheit einer funktionellen Anlage für den rechtswissenschaftlichen Lehr- und Forschungsbetrieb. Die Verwaltungen von Fakultät und Bibliothek sind nunmehr vereinfacht und konzentriert. Für Studenten, Assistenten und Professoren bietet das Gebäude eine vielfache und geschlossene Integration an. Die Arbeitsplätze sind für die verschiedenen Personengruppen verhältnismäßig gleich ausgestaltet und manifestieren in dieser Gleichartigkeit, vor allem der Möblierung, ein durchaus demokratisches Architekturverständnis. Das neue Haus erlaubt für den Lehr- und Lernbetrieb ebenso alte Unterrichtstechniken im Massenbetrieb wie neue Begegnungsformen in kleinen Gruppen. Für Geselligkeit und Entspannung ist durch ein apartes Café, durch eine große Aufenthaltshalle, mittlerweile "Aula" genannt, und durch eine großzügige Fußgeherzone um das Haus (die erste in Wien rechtlich gewidmete) Sorge getragen.

Nach Raumaufteilung, Funktionszuordnung und Ausstattung mit Einrichtungsgegenständen entspricht das Haus nicht nur den modernsten vergleichbaren Gebäuden im europäischen Wissenschaftsbereich, sondern es übertrifft diese sogar noch in mancher Hinsicht.

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