Corona-Virus: Fernlehre am Juridicum

22.3.2020

Aufgrund der bekannten Umstände können am Juridicum seit 11.3.2020 keine Präsenzlehrveranstaltungen mehr durchgeführt werden. Die Fakultät hat sofort reagiert und ihre Lehre mittlerweile zu einem großen Teil auf Fernlehre umgestellt. Dabei geht es nicht darum, mit Einzelaktionen plakativ im Internet Präsenz zu markieren, sondern vielmehr darum, im Rahmen von hunderten ganz unterschiedlichen Lehrveranstaltungen tausende Studierende möglichst gut einzubeziehen.

Die Fakultät bemüht sich auf allen zur Verfügung stehenden Kanälen um eine möglichst gute Bewältigung der schwierigen Situation. Sofort nachdem sich abzuzeichnen begann, dass der Vorlesungsbetrieb geschlossen würde, wurde ein Moodle Kurs „Surviving Fernlehre“ für die Lehrenden eingerichtet, auf dem inzwischen mehr als 250 Lehrende versammelt sind und der das Ziel hat, die Teilnehmer*innen zu unterstützen und einen wechselseitigen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Wegen des großen Erfolgs wurde der Kurs universitätsintern für Lehrende anderer Fakultäten geöffnet und auch an die TU Wien auf deren Bitte exportiert. Von Beginn an arbeitet die Fakultät hier und bei allen Gelegenheiten intensiv mit dem Rektorat, dem Center for Teaching and Learning und dem Zentralen Informatikdienst der Universität intensiv zusammen.

Wie auch in normalen Zeiten erfolgt die Planung und Organisation der Lehre ebenso wie die Information über alle wesentlichen Punkte natürlich dezentral durch die einzelnen Lehrenden. Eine zentrale Planung hunderter Lehrveranstaltungen von der großen Hauptvorlesung im 1. Abschnitt bis zum Blockseminar für Doktoranden ist schlicht unmöglich. Daher unterscheiden sich auch die gewählten Ansätze, die den betroffenen Studierenden schon längst bekannt sind.

Viele Lehrende aus allen Instituten haben ihre ohnehin bereits bestehenden Aktivitäten auf Moodle umfassend verstärkt. Dabei wurde nicht nur, aber auch auf Streaminglösungen zurückgegriffen, weil diese allein nicht immer zielführend sind, sondern unterstützt werden müssen und können. So wurde etwa Screencasts erstellt, mit denen große Studierendengruppe versorgt werden. Wie im Hörsaal können die Teilnehmer*innen der Päsentation anhand der Folien folgen und die Rede der Vortragenden hören. Interaktion findet insb. über das Moodle-Forum statt. Im Übungsbetrieb werden Fälle und Fragen über Moodle gestellt und von den Studierenden beantwortet. Über Moodle erhalten die Übungsteilnehmer*innen Woche für Woche Aufgabenstellungen, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt schriftlich beantwortet werden sollen (und die als Präsenz bzw Mitarbeit gewertet werden). In der Folge erhalten die Studierenden auch Musterlösungen oder sonstiges Feedback und profitieren davon ebenso wie von den Beiträgen ihrer Kolleg*innen. Viele Vortragende haben sich entschlossen, neben asynchron abrufbaren Lehrinhalten auch auf Livestreamings zurückzugreifen; dies trotz der schwierigen Umstände, die daraus entstehen, dass die Fakultät über keine eigenen Streamingräume verfügt, und die Universitätsräume nicht mehr betreten werden dürfen. Gleichwohl stellen Lehrende audiovisuelle Inhalte bereit, unterstützt u.a. durch den Moodle-Kurs „Surviving Fernlehre“ und auf Wunsch durch einen vom Institut für Innovation und Digitalisierung bereitgestellten Buddy. Die Fakultät war von Beginn an beim Einsatz von Big Blue Button an der Universität Wien mit dabei und fungierte dabei sogar als Testuser. Wegen Skalierungsproblemen wurde und wird auch auf alternative Lösungen zurückgegriffen, darunter insb. Jitsi, Zoom, GoTomeeting. Einzelne Vorlesung werden über Youtube verbreitet.

Die Fakultät richtet sich auf den weiteren Verlauf des Semesters bestmöglich ein und bereitet sich auf alle Eventualitäten bestmöglich vor. Derzeit werden Lösungen für die bevorstehenden Prüfungen in der zweiten Aprilhälfte gesucht. Aus heutiger Sicht hoffen wir, dass auf diese Weise die ganz überwiegende Mehrzahl der Veranstaltungen plangemäß und mit einer Notengebung abgeschlossen werden kann, und dass die Studierenden auch alle relevanten Prüfungsleistungen erbringen können.

Informationen über die vielen Fernlehre-Aktivitäten werden den Studierenden dezentral von den Lehrenden auf einer Vielzahl von Kanälen zur Verfügung gestellt, sodass alle betroffenen Studierenden informiert sind. Zudem wird laufend auf den Institutshomepages und auf der Fakultätshomepage sowie durch Massenmails von Dekanat und SSC informiert.

Alle erforderlichen Informationen zu den bevorstehenden Prüfungen im April werden rechtzeitig auf dieser Seite sowie mit Email an alle Studierenden kommuniziert.